Schulprogramm

1 Präambel

Der Name "Geschwister Scholl" verpflichtet uns, mit allen im Lernprozess Beteiligten Demokratieverständnis herauszubilden, Einsatzbereitschaft zu entwickeln und Zivilcourage zu fördern. Die Tradition der höheren Schulbildung begann in Bützow mit der Gründung des Realgymnasiums im Jahre 1860 unter Leitung Dr. August Wincklers. Im nachfolgenden Zeitraum war die bildungspolitische Orientierung zahlreichen Umbrüchen unterworfen.
Nachdem am 07.10.1945 der reguläre Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde, erhielt die Schule im April 1949 den Namen der Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl. 1991 wurde das Bützower Gymnasium neu gegründet und bezog im Dezember 1995 den Neubau in der Dr.-Winckler-Straße.
Nach einer breiten öffentlichen Diskussion erhielt unsere Schule 1997 wieder den Namen der Geschwister Scholl.
Mit Stolz und im Bewusstsein dieser Tradition blicken wir auf das 150-jährige Jubiläum höherer Schulbildung in unserer Stadt.

2 Pädagogische Leitbilder

Erziehung zu mündigen Bürgern
respektvoller Umgang mit Natur und Umwelt
Individualisierung des Lernens
Zur Durchsetzung dieser Leitbilder legen wir, LehrerInnen und SchülerInnen, Wert darauf, Eigenverantwortung zu entwickeln, das heißt:

selbstverantwortetes Lernen und Lehren zu praktizieren
ein achtsames Leben und Lernen im Einklang mit Natur und Umwelt zu entfalten
die SchülerInnen am innerschulischen Entwicklungsprozess zu beteiligen
eine Feedback-Kultur auszubauen
einen inneren Maßstab zur Selbsteinschätzung auszubilden
eine Öffnung und Vernetzung des Lernens mit außerschulischen Partnern zu erreichen.

Ein schulinterner Lehrplan soll die bereits erstellten Stufenfachpläne mit festgelegten Kompetenzzielen noch stärker miteinander vernetzen.

3 Umsetzung der Leitbilder

Die genannten Zielsetzungen lassen sich am wirkungsvollsten mithilfe einer gut ausgeprägten Gesprächskultur unter Berücksichtigung der Schulordnung verwirklichen. Diese Kompetenz ist auf folgenden Ebenen der Kommunikation zu realisieren:

Die SchülerInnen unterstützen sich gegenseitig im Lernprozess, sie reflektieren die Lernarbeit im Schülerrat und helfen durch Mediation Konflikte und Probleme zu lösen.
Im Rahmen der Erziehungsarbeit werden Maßnahmen der präventiven Tätigkeit zur Gewaltvermeidung ergriffen. Schülern, die durch verbale oder körperliche Gewalt auffällig werden, wird Hilfe angeboten.
LehrerInnen begleiten und beraten die Schüler/innen beim Lernen und werten mit ihnen die Lernergebnisse aus und treffen Lernvereinbarungen.
Die SchülerInnen steuern bei wahlobligatorischen Themen Ideen zur Unterrichtsgestaltung bei. LehrerInnen stehen auf Wunsch jedem Schüler beratend auch in persönlichen Angelegenheiten zur Seite.
Unterrichtende hospitieren gegenseitig und intensivieren die Fachkonferenzarbeit durch Austausch guter Erfahrungen und geeigneter Unterrichtsmittel, insbesondere zur Vorbereitung und Auswertung von Prüfungsleistungen und zur Binnendifferenzierung sowie deren Bewertung.
Ausführliche Beratungen zum Bildungs- und Erziehungsprozess finden gemäß Schuljahresterminplan in Form von Lehrerkonferenzen, Stufenkonferenzen bzw. schulinternen Fortbildungen statt.
Monatlich tagt die Schulleiterin mit dem örtlichen Personalrat zu arbeitsrechtlichen Fragen.
Die Schulleiterin führt einmal jährlich ein persönliches Gespräch mit den Mitgliedern des Kollegiums.
Jede/r FachlehrerIn nimmt bei Bedarf Kontakt zu den Eltern auf. Zweimal im Jahr finden Klassenelternversammlungen statt.
An einem Samstag im November stehen alle LehrerInnen für Elterngespräche zur Verfügung.
Die KlassenleiterInnen informieren Eltern bzw. gewählte Elternvertreter über schulische Angelegenheiten, so dass diese zunehmend eigenverantwortlich arbeiten.
Die Schulkonferenz tagt in Abständen von sechs bis acht Wochen. Die Schulleiterin gibt einen Verwaltungsbericht. Ein Protokoll informiert Lehrer, Schüler und Eltern über Probleme, Diskussionen und Beschlüsse.
Die Information und Beratung der SchülerInnen und Eltern zu Fragen des Wahlpflicht-, Wahlunterrichts bzw. des Studiums oder der Berufswahl erfolgt durch die KlassenleiterInnen, Tutoren, den Oberstufenleiter sowie der verantwortlichen Kollegin für die Berufs- und Studienorientierung.
Das Arbeitsamt, die Hochschulen und Universitäten sowie das BilSE-Institut unterstützen die Schule bei der Berufs- und Studienberatung und bei der Förderung begabter Schüler.
Die Musikschule Bützow, das Krumme Haus und die Kirchgemeinden der Region sind gemeinsam mit den örtlichen Firmen Partner bei der künstlerischen, ethischen, naturwissenschaftlichen, ökonomischen bzw. stadtgeschichtlichen Erziehung und Bildung der Gymnasiasten.
Zur Förderung außerschulischer sportlicher Aktivitäten stehen u. a. Sportvereine sowie der TSV Bützow und der "Leichtathletikverein Gymnasium Bützow e. V." zur Seite.
Der besonderen Verantwortung der Gesundheitserziehung widmet sich der Schulsanitätsdienst unter Anleitung des DRK-Kreisverbandes.
Mit der Stadt Bützow organisiert die Schule z. B. Sportwettbewerbe, Kinderfeste, Jugendveranstaltungen sowie die Arbeit des Jugendrates.
Die vielfältige Unterstützung durch den Schulverein "Freundeskreis Oberschule Bützow e. V." ermöglicht eine intensive Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit an unserem Gymnasium.

4 Wesentliche Aspekte der Unterrichtsgestaltung / Organisation des Schulalltag

Der Unterricht ist fachlich fundiert und praxisnah. Die konsequente Umsetzung der Rahmenrichtlinien und Kerncurricula sowie die zielgerichtete Vernetzung der schulinternen Rahmenpläne und die fachübergreifende Zusammenarbeit dient der Herausbildung von Fachkompetenzen, kommunikativer Kompetenzen und Sozialkompetenzen.
Unterrichtliche Aktivitäten wie Diskussionsrunden, Rollenspiele, Simulationen, Wettbewerbe, Projekte und Ähnliches bereiten den Weg zum mündigen Bürger.
In allen Klassenstufen findet regelmäßig ein Methodentraining statt.
Der Unterricht erfolgt im Wesentlichen in Doppelstunden bzw. epochal.
Zur Binnendifferenzierung stehen zusätzliche Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Schüler/innen haben Zugang zum Internet, zur Bibliothek und zu modernen Präsentationstechniken.
Die SchülerInnen übernehmen für ihren Lernprozess eine Teilverantwortung, indem sie von Wahlmöglichkeiten bei der Auswahl zur Behandlung von Unterrichtsinhalten Gebrauch machen.
Auch außerhalb des Unterrichts erleben die Lernenden gesellschaftliches Handeln und Demokratie durch Betriebspraktika, den Kontakt mit Volksvertretern, Teilnahme an Projekten der Kommunen und Vereine und der zunehmend eigenständigen Planung und Durchführung von Exkursionen und Studienfahrten.
Die Schüler/innen üben demokratisches Agieren, indem sie in den gewählten Gremien der Schule und des Territoriums tätig werden.
Zu Beginn des 7. Schuljahres widmen sich die SchülerInnen und LehrerInnen dem gegenseitigen Kennenlernen, der Teamentwicklung und machen sich mit den gymnasialen Anforderungen vertraut.

5 Maßnahmen / Angebote / Aktivitäten

Fächerangebot

Kontingentstundentafel des Geschwister-Scholl-Gymnasium Bützow ab Schuljahr 2010/2011

Unterrichtsfächer Kl. 7 Kl. 8 Kl. 9 Kl. 10 Summe
Schuljahr 2009/10 2009/10 wie bisher 2010/11 2009/10 2009/10 wie bisher 2010/11  
Deutsch 15 
1. Fremdsprache 15 
2. Fremdsprache 14 
Mathematik 17 
Kunst
Musik
Geschichte
Sozialkunde  
Geografie
Religion/Philosophie
Astronomie          
Biologie
Chemie
Physik
AWT/Informatik
Sport
Wahlpflicht      
Summe 32  33  33  34  35  35  134 

Wahlpflichtunterricht

Stufe 9:
2 Std. Informatik
2 Std. stufenübergreifend
Stufe 10
1 Std. Informatik
1 Std. Mathematik
1 Std. Berufs- und Studienorientierung
2 Std. stufenübergreifend
stufenübergreifende Angebote:
Darstellendes Spiel
Mathematik / NaWi
Chemie und Umwelt
AWT
Kultur erleben
Theater
Musik / Kunst
Darstellendes Spiel
Geschichte

Neigungsunterricht

Darstellendes Spiel
Sport
Musik und Kunst
Schulsanitätsdienst, Jugendrotkreuz
Korrespondenzzirkel Mathematik
Leichtathletiktraining
Schülerfirmen

Betriebspraktika

Praktika sind Bestandteil der Konzeption zur Berufs- und Studienorientierung.

Traditionelle Veranstaltungen im Schuljahresablauf

Theateraufführungen, Konzerte
Weihnachtsprogramm
Tag der offenen Tür
Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus
Schulfasching
"Schnupperschultag" der zukünftigen Gymnasiasten
Abschlussprogramm des Abiturjahrgangs
Feierliche Übergabe der Reifezeugnisse
Ehrung von Schülern mit besonderen schulischen oder außerschulischen Leistungen

Projekte / Projekttage / Exkursionen

Projektwoche in allen Klassenstufen (2jährlich) Schulleitung
Geschwister-Scholl-Projekt in Klasse 7 KL Stufe 7
Wasserprojekt in Klasse 8 FK NaWi
Projekt zur Regionalgeschichte in Klasse 9 FK GeWi
Gewalt- und Drogenprävention in Klassen 7/8 Kolln. Le, Ku
Energieprojekt in Klasse 10 FK NaWi
Antijudaismus-Projekt in Klasse 10 FK GeWi
Theaterbesuche FK D/Mu/Ku, Kulturbeauftragte
Biologisch-geografische Exkursion in Klasse 9 FK NaWi, FK GeWi
Klassen- oder Studienfahrten  

Wettbewerbe

Schulsportfest  FK Sport  
Schulmathematikolympiade, Känguru-Wettbewerb  FK Ma 
Lesewettbewerb, Lesetag  FK D/Ku/Mu 
Sprachenfest  FK Fremdsprachen 


 

Termine

2017/2018
Sep Okt Nov
Dez Jan Feb
Mär Apr Mai
Jun Jul Aug

Interessantes

150 Jahre Gymnasialbildung in Bützow [mehr]

Schulball [mehr]

Geschwister-Scholl-Gymnasium, 18246 Bützow, Dr.-Winckler-Str., Tel.: 038461 4301, E-Mail: gymn_buetzow@yahoo.de